Mobbing am Arbeitsplatz: Ihre Rechte und wie Sie vorgehen
- Mobbing ist systematisches, wiederholtes Anfeinden, Schikanieren oder Ausgrenzen.
- Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht und muss Sie schützen.
- Ein Mobbing-Tagebuch ist Ihr wichtigstes Beweismittel.
Ständige Kritik, Ausgrenzung, das Zurückhalten von Informationen oder gezielte Demütigung: Mobbing am Arbeitsplatz belastet massiv – gesundheitlich wie beruflich. Rechtlich müssen Sie das nicht hinnehmen.
Was rechtlich als Mobbing gilt
Von Mobbing spricht man bei systematischen, aufeinander aufbauenden Anfeindungen über einen längeren Zeitraum. Ein einzelner Konflikt oder eine berechtigte Kritik sind noch kein Mobbing. Kommen Diskriminierungsmerkmale wie Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder Behinderung hinzu, greift zusätzlich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
Ihre Rechte
- Fürsorge- und Schutzpflicht: Der Arbeitgeber muss gegen Mobbing einschreiten.
- Beschwerderecht: Sie können sich intern beschweren; bei AGG-Verstößen besteht ein besonderes Beschwerderecht (§ 13 AGG).
- Schadensersatz und Schmerzensgeld können in Betracht kommen.
So sichern Sie Beweise
Führen Sie ein Mobbing-Tagebuch: Datum, Uhrzeit, beteiligte Personen, Vorfall und mögliche Zeugen. Bewahren Sie E-Mails und Nachrichten auf. Diese Dokumentation ist entscheidend, weil Sie die Vorfälle im Streitfall darlegen müssen. Bei gesundheitlichen Folgen ist zudem eine ärztliche Dokumentation wichtig.
Kostenlose Ersteinschätzung
Sie werden am Arbeitsplatz schikaniert? Schildern Sie uns kurz Ihre Situation – wir melden uns meist noch am selben Tag zurück.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Stand: 2. Juni 2026. Für eine verbindliche Einschätzung Ihres Falls vereinbaren Sie bitte eine Ersteinschätzung.